InGrid in 6 Schritten: 4. Dezentrale Netzintelligenz
4. Integration Erneuerbare über dezentrale Netzintelligenz
Die InGrid-Box steuert die Einspeisung von PV-Strom bzw. den lokalen Stromfluss nach folgenden Kriterien (starke Vereinfachung):
- Benötigt der Prosument selbst Strom? Wenn ja, wird der Strom direkt verbraucht und nicht ins Netz eingespeist.
- Wenn die Produktion von PV-Strom über dem Verbrauch des Haushaltes liegt, prüft die InGrid-Box den Netzzustand (bestehen Spannungsprobleme ja/nein). Bestehen Spannungsprobleme (z.B. weil zu viel Solarstrom eingespeist wird), wird die Batterie geladen und die Netzeinspeisung wird zeitlich verschoben.
- Ergibt die Messung der InGrid-Box, dass keine Spannungsprobleme mehr bestehen, wird die Überschussproduktion zeitlich verzögert ins Netz eingespeist.
Das lokale Netz und der Ortstrafo werden von den Lastspitzen entlastet.
- Der produzierte Strom wird direkt verbraucht (Priorität 1) oder je nach Spannungssituation ins Netz abgegeben oder zwischengespeichert.
- Bei lokalen Spannungsproblemen kann zusätzlich aus dem lokalen Speicher (Batterie) Strom ins Netz abgegeben werden.
- Der Prosument optimiert weiterhin den Eigenverbrauch unter Berücksichtigung der Netzstabilität.
- Der Netzbetreiber profitiert von der dezentral optimierten Spannungshaltung; die Netzstabilität wird bereits bei der Einspeisung von PV-Strom berücksichtigt, damit wird die Versorgungssicherheit erhöht.

Die InGrid-Box ermöglicht, die Potentiale der dezentralen Energieporoduktion besser zu nutzen.